Noah Sow
 

Leserstimmen

Hier finden Sie - regelmäßig aktualisiert - Zuschriften der LeserInnen auf das Buch „Deutschland Schwarz Weiß“. Auch Meinungen zu dieser Website interessieren uns!

Brief an die Redaktion

Wir behalten uns vor, alle Zuschriften zur Website und zum Buch zu veröffentlichen. Bitte weisen Sie im Schriftverkehr ausdrücklich darauf hin, wenn Sie als Adressat eines Schreibens anonym bleiben wollen oder einer Veröffentlichung nicht zustimmen.

Verlag C. Bertelsmann

 

Sonia Franken schreibt:

Danke für das Buch!
Ich wünschte es würde die (quantitative) Aufmerksamkeit bekommen wie ein anderes Buch welches diese Tage veröffentlicht wurde! Der Autor ist allerdings weiß, männlich und was älter ...
Weiter so!

Christian Hofmann schreibt:

"Als junger Mann mit ostafrikanischem und deutschem Erbe hatte ich im Vergleich zu vielen Menschen mit vergleichbarem kulturellen Hintergrund eine ausgesprochen gewaltfreie und vergleichsweise behütete Kindheit am Bodensee. Wenngleich ich eher wenige rassistische Erfahrungen gemacht habe, so habe ich aber auch wenig bis keine interkulturelle Erfahrungen gemacht bis ich vor nicht mal ganz zwei Jahren nach Berlin zog und auch erst da nach über zwanzig Jahren ernsthaft begann mich mit meinen kulturellen Wurzeln auseinander zu setzen.

Ein Kollege hatte das Buch "Deutschland Schwarz Weiss" gelesen und sprach sehr überzeugt davon. Ich hatte bis dato in Diskussionen über Rassismus eine sehr gefestigte Meinung und liess mich auch nach intensiveren Debatten nicht von dieser abbringen. Bis dato kannte ich auch nur Noah Sows Musik von dem Album "Out Now". Die hohe Meinung, die mein Kollege von dem Buch hatte und der Fakt, dass mich die Musik der Autorin bereits überzeugt hatte liess mich dieses Buch dann kaufen. Es wurde als "Buch für "Weisse"" vorgestellt. Da ich mich zu dieser Gruppe nicht dazu gezählt hatte fragte ich mich, ob mich als "nicht Weisser" wirklich etwas Neues und Interessantes erwarten könnte...

Das Kapitel über die Herkunft der Autorin liess mich dann sehr deutlich spüren, dass dieses Buch für mich ausgesprochen lehrreich sein könnte. Die Pointe in diesem Kapitel fühlte sich an wie eine schallende Ohrfeige für mein bisheriges Denken, welches wohl doch nicht so frei von Schubladisierung und Vorurteilen ist als ich es bislang dachte. "Und dies mir, der ich doch selber auch afrikanisches Erbe habe und dem dies deshalb doch nicht passieren sollte", dachte ich. Dies war eines der bislang eher wenigen Male, indem ich mich regelrecht vor mir selbst geekelt hatte. Bei meiner, durch das Buch mitangestossenen, Arbeit der Bekämpfung meiner "inneren Kolonialherren" durch rosane Zipfelmützen werde ich wohl solche Momente doch noch öfter durchleben müssen.

Mit Schrecken las ich die Abschnitte, in welchem das Verhalten der Polizei geschildert wurde und ich arbeite wohl heute noch daran, mir zu vergegenwärtigen, dass die meisten Beispiele keine von 1950 sondern Beispiele nach dem Jahr 2000 sind. Zudem hat das Buch mir auch Mut gemacht nicht weg zu sehen und nicht aus zu halten oder weg zu stecken, sondern so mutig zu protestieren, wie ich dieses Buch auch als Teil eines Protestes erlebt habe. Viele Sichtweisen habe ich durch dieses Buch hinterfragt und es wurde mir bewusst, dass viele selbstverständliche Sichtweisen gar nicht so selbstverständlich sind, sondern eher individuell, nämlich mitteleuropäisch bis deutsch.

Natürlich habe ich mich auch über das Buch bzw. die Autorin geärgert. Die Art und Weise der Autorin in ihrem Buch ethnische Gruppen zu benennen sagt mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sonderlich zu, wenngleich ich auch akzeptiere, dass sie das Selbstbenennungsrecht respektiert. Deshalb wünsche ich mir, dass die Autorin diesem Land und damit auch mir bitte weiterhin auf die Nerven geht. Ich bin überzeugt, dass dies uns allen hilft.

Felicitas schreibt:

Ich habe gestern Dein Buch gelesen - in einem Atemzug, denn es war fesselnd.

Ich bin auch Deutsche, weiss, wohne allerdings in NYC. Ich bin hierhin gekommen, um Geschichte zu studieren. Afro-Amerikanische Geschichte. Ich haette in Deutschland bleiben sollen, um dort was zu bewirken. (...)

Ich danke Dir sehr fuer das Buch, denn es hat mir unheimlich geholfen, meine schwarzen Freunde und Familie besser zu verstehen. Ich sehe es auch als wertvollen "guide" an fuer wenn ich (hoffentlich) Mutter sein werde. Ich habe Dein Buch schon an alle Familienmitglieder in Deutschland empfohlen. Auch Freunden, die noch ne Menge lernen muessen, werde ich es schenken. Ist eigentlich eine englische Uebersetzung geplant? Auch zu Deinen Lesungen werde ich meine Familie schicken (...)

L. K. schreibt:

"einfach nur danke"
... als schwarzer Deutscher (mit weißer Mutter und grundsätzlich erst einmal nur weißen Freunden), habe ich viele der in diesem Buch beschriebenen Erfahrungen - inklusive der unbeholfenen bis unverschämten Reaktionen von Weißen bezüglich meiner Hautfarbe und der (inzwischen ausgedünnten) Lockenpracht - selbst machen "dürfen"; im Kindergarten, in der Schule, im Beruf, auf offener Straße, im Kreis von vermeintlich völlig liberalen bzw. angeblich "farbenblinden" weißen Menschen etc.

Meine Versuche, mich trotz meiner Hautfarbe vollständig in mein weißes Umfeld zu assimilieren, haben zur Verleugnung meiner gesamten afrikanischen Wurzeln (Winneba, Ghana) geführt und sogar zu einer fast selbstverständlichen Übernahme der kolonial-deutschen Sicht auf den ach so problematischen schwarzen Kontinent, der ohne Hilfe von Weltbank, UN, USA etc. nicht einmal seine Bürgerkriege vernünftig abwickeln könnte ...

Das Buch hat mir, meinen (weißen) Freunden sowie meiner Familie wirklich sehr geholfen; und ich bin froh, dass ein großer Verlag sich nicht gescheut hat, dieses unangepasste und manchmal auch (zumindest für weiße Leser) "schwierige" Werk zu veröffentlichen und eine - in meinen Augen tolle - Autorin zu unterstützen, die es schafft, unangenehme Wahrheiten zu benennen, ohne dabei den Humor zu verlieren und sich auf gleicher Augenhöhe mit dem Leser auseinanderzusetzen, ohne dabei den schulmeisterlichen Zeigefinger zu heben.

Also, noch einmal Dankeschön und beste Grüße.

Esther Große schreibt:

Ich bin ganz und gar glücklich, weil es dieses Buch gibt.
Es ist nicht das erste Buch über dieses Thema das ich gelesen habe und auch nicht das einzige was ich gut finde, aber es hat etwas das mir ganz besonders gut gefällt - es ist nicht zahm und sachlich cool von vorne bis hinten, sondern bietet eine Kombination von fachlichen Informationen und direkter, unverblümter Ansprache die mit Schmackes zur Sache kommt.

(...) Die Dinge werden so deutlich und klar ausgesprochen, dass man sich nicht länger hinter irgendwelchen Ausreden verstecken kann, wenn man "Deutschland Schwarz Weiß" gelesen hat- und nicht mehr anders kann und will, als etwas zu tun gegen den Rassismus in Deutschland und in sich selbst (...)

Ein wenig Angst hatte ich selbst vor dem Kapitel weiße Mütter mit Schwarzen Kindern (als ebensolche)... aber wie auch im restlichen Buch bleibt es nicht beim Ansprechen der möglichen, oder wahrscheinlichen, Problematik. Sondern man legt das Buch nach der Lektüre, dank Noah Sow's Gedankenanstößen, zur Seite mit Kraft und Inspiration etwas zu ändern!

Ich wünschte dieses wunderbare Buch würde zur Pflichtlektüre für alle ErzieherInnen, LehrerInnen und sonstigen Menschen mit Bildungsauftrag in Deutschland - am besten auch für Eltern Schwarzer Kinder, aber Pflichtlektüren für Eltern werden wohl schwer durchzusetzen sein... ich jedenfalls werde "Deutschland Schwarz Weiß" nun ein Jahr lang für alle, die ich so üblicherweise zu Geburtstagen etc. beschenke, als "Standardgeschenk" nehmen.

Ich danke Ihnen herzlichst, liebe Frau Sow, für dieses traumhafte Buch (...)

Tre schreibt:

Soooo ich wollte mich erstmal für das Buch bedanken.
Es ist so schwer sich gegenüber Weissen auszudrücken ohne das sie gleich denken man wäre rassistisch. Das buch ist ein segen und ich habe es gleich jedem in die hand gedrück wo ich denke das nachholbedarf besteht. DAS BESTE IST DAS MAN SELBER IN SEINER MEINUNG BESTÄRKT WIRD OHNE GLEICH ALS RADIKAL BZW SICH IMMER MIT RASSISMUS ZU BESCHÄFTIGEN abgestempelt wird. Meine Frau und mich kotzen viele dinge an und es wird tatsächlich immer abgetan. Ich hoffe das buch öffnet vielen weissen menschen in diesen Land ein bissl die augen!

Ich wünschte das buch würde zum normalen schulstoff gelten. Ich bin der festen überzeugung das würde Deutschland zum positiven verändern. Ich habe mich sooo oft in dem buch wiedergefunden.... und bin dankbar dass man doch nicht ganz alleine ist mit manchen meinungen! By the way ich bin ein teil von Brotherskeepers.... ich habe die Single "bereit" produziert.

@ Noah: Vielen Dank für deine gedanken... und die bewegung die du ins spiel bringst

Gloria P. schreibt:

(...) wurde ich nach meinen Eindrücken zu Ihrer Lesung gefragt und ich wollte Ihnen auf diesem Weg nochmal persönlich meine Antwort mitteilen:

Ich hatte viele Probleme im letzten Jahr - kurz bevor (...) wurde ich hier von zwei Idioten krankenhausreif geschlagen. Die Tat: "rassistisch und sexistisch motiviert" wie es im Urteil heißt. Beide haben x (von Red. unkenntlich gemacht aufgrund des Anonymitätswunsches) Jahre gekriegt und gehen jetzt natürlich in Revision. Auf jeden Fall habe ich durch Ihre Lesung gestern zum ersten Mal über den ganzen Scheiß lachen können und habe so etwas wie eine "Heilung" verspürt. Es hat mir echt eine menge Kraft gegeben, meinen Kampf fortzuführen. Ihr Buch ist große Klasse und die Art wie Sie vortragen noch viel viel besser. Ich wünsche Ihnen vom ganzen Herzen viel Erfolg damit (für uns alle) und sende Ihnen in diesem Sinne die liebsten Grüße (...)

Hannah D. (Name auf Wunsch geändert):

Liebe Noah, Ich habe dein Buch (...) etwa bis zur Hälfte gelesen. Momentan werde ich es nicht weiter lesen, denn so bekannt mir doch vieles im einzelnen ist, worüber Du schreibst, so schrecklich ist es für jemanden, der, wie Du es treffend benannt hast, sein Stockholm-Syndrom zur (Über-)Lebensgrundlage gemacht hat. In meiner Umgebung gibt es ausschließlich weiße Menschen, Kontakt zum schwarzen Teil meiner Familie habe ich nicht. In dieser (sicher auch selbst verschuldeten) Lebenssituation ist das Verdrängen und nicht daran rühren lebensnotwendig und bewahrt mich in der Regel davor, mein gesamtes Leben als sinnlos und gekidnappt anzusehen und daraus Schlüsse zu ziehen.

Ich möchte erklären, wie dies auch mit einem m.E. noch unbesprochenen Aspekt des Rassismus zu tun hat, der, soweit ich das überblicke, nicht systematisch in Deinem Buch angesprochen ist. Da Du über schwarze Deutsche sprichst, sprichst Du auch über Leute, die in einer weißen Umgebung aufgewachsen sind, im Kapitel über weiße Mütter mit schwarzen Kindern gehst du genauer darauf ein. Die Folgen für ein schwarzes Kind sind (aufgrund der Verhältnisse, nicht aufgrund der "Hautfarbe"!) insofern doppelt belastend, als dass der Mechanismus, der weiße deutsche Kindern eine so lückenlose rassistische Sozialisation erlaubt, auch bei schwarzen Kindern, die mangels Alternative der Selbstdefinition am "Stockholm-Syndrom" leiden, wirksam wird. Die Abtrennung von einer im späteren Leben möglichen schwarzen Community kann dann die Folge sein, so meine ich. Das "Stockholm-Syndrom" erstreckt sich also darauf, dass der Rassismus als Lebensgefühl allem zugrunde liegt, was auch ein rassistisch sozialisierter schwarzer Deutscher zu leben zunächst in der Lage ist. Die Abwertung ist total und vernichtend: ein schwarzer Deutscher als Kind eines Weißen und weiß sozialisiert wertet andere Schwarze ab und wertet sich selbst ab. Denn seine Kindheit und primäre Sozialisationsphase ist in einer grotesken Situation verlaufen: er/sie hat nur die weiße An-Sicht gelernt, diese Sicht aber wäre nur durch das Durchsetzen der eigenen Wahrheit revidierbar. Und dazu ist man nicht in der Lage, wenn einem auch die elementarsten Grundsätze der Selbst-Definition verweigert werden. Gleichzeitig ist die Umgebung des Kindes nicht ausschließlich, bzw. nicht immer offen sichtbar, feindlich. Das Kind hat auch nur die Möglichkeit, ein Mitglied der rassistisch sozialisierten Gesellschaft zu werden oder ohne Gesellschaft zu sein. Zweite Möglichkeit ist keine, weil der Mensch ein soziales Wesen ist, das sich über die Rückmeldung anderer Menschen selbst definiert.

Um es praktisch werden zu lassen: ich persönlich habe nach dem ersten Mal, als ein (weißer) Mann über mich sagte, er habe "nur mal ausprobieren wollen, wie es mit einer Schwarzen ist", es mir nicht ermöglichen können, mich anders im Spiegel wahrzunehmen (...) , obwohl das natürlich nicht der erste rassistische Übergriff gewesen ist, den ich erlebt habe. (...) Aber sicher hatte es auch damit zu tun, dass ich keinen anderen Blickwinkel zur Verfügung hatte, denn alle meine Bekannten, Freunde, Familie waren weiß. Nach dem Übergriff durch diesen Mann, der ein Mitschüler war, tauchte in meinem Klassenzimmer an der Wand (an der Schule gab es außer mir zu dem Zeitpunkt keine oder nicht mehr als einen Schwarzen Menschen) ein Plakat auf, das von einer Ausstellung über Hitlers Rassepolitik im Flur der Schule abgenommen worden war. Darauf stand: "Gott schuf den Weißen, Gott schuf den Schwarzen, aber der Teufel schuf den Mischling (Halbblut)". Ich kann nicht beschwören, wer das aufgehängt hat, aber ich weiß, dass dieses Plakat dort länger als ein halbes Jahr hing, bis zum Schuljahresende. Ich habe es nicht abgenommen, weil ich dachte, es müsste vielleicht jemand anderem, z.B. von meinen Freunden, auffallen. Meine Verzweiflung steigerte sich mit jedem Tag, an dem das nicht passierte. Ich verfasste einen Artikel über "Xenophobie - (xenos: fremd; phobie: krankhafte Furcht)" in der Schülerzeitung, erklärte Mechanismen und beschrieb Folgen für alle Beteiligten (Schwarze und Weiße). Auch nach diesem Artikel hielt das Schweigen an, niemand hat mich jemals darauf angesprochen oder eine Meinung dazu geäußert. Der übergriffige Mensch dagegen hat auch bei meinen Freunden - auch bei denen, die die Geschichte ganz kannten - deshalb nicht an Ansehen verloren. Weiter hielten ihn die Freunde für einen normalen Typen. Das ist nun ca. 13 Jahre her. Vor einigen Tagen habe ich diesen Typen gesehen - er mich auch - und er ist grinsend an mir vorbei gegangen ohne etwas zu sagen. (...)

Vielleicht hast du den Aspekt der Folgen für weiß sozialisierte schwarze Deutsche nicht erwähnt, weil es das Opfer-Sein darstellt und das wieder den Blick auf die Täter verstellt, um die es ja eigentlich geht. (...) Mit entsprechendem Voyeurismus kann so man auf diese Dinge blicken - es ist aber auch der Blickwinkel einer Stockholm-Betroffenen durch die Identifikation mit dem Täter. Die Seiten deines Buches, die ich gelesen habe, haben bewirkt, dass ich das volle Bild sehen konnte und mich deshalb im Moment kein bisschen schäme, weil mir gerade sehr klar ist, dass ich nicht das Opfer bin sondern dass der andere ein Täter ist. Diese Sicht ist in dieser Angelegenheit gut, aber in der Folge, wenn ich nun mein Leben sehe und sehe, dass ich weiter schweigen muss um nicht in Konflikt zu geraten mit den Menschen um mich herum und um nicht über Nacht meine Ehe, meine Verwandten und mein gesamtes soziales Umfeld zu verlieren, ist es der grausamste, wenn auch ehrlichste Blick auf die Verhältnisse. Die Stockholm-Perspektive dagegen ist der internalisierte Rassismus, der Rassismus gegen sich selbst. Ein auswegloses Dilemma, es sei denn es änderte sich etwas. (...)

Omar schreibt:

hi,ich liebe dein buch,endlich habe ich eine waffe gegen den alltäglichen rassismus. in meiner arbeit ist es schwer für mich wenn über die hälfte meiner kollegen rassisten sind und jedesmal witze machen.danke für dein buch.sie wollten nicht wahrhaben was da drinn steht genau das habe ich erwarted. und übrigens dein leitfaden über deine herkunft ist echt gut, alle dachten wirklich irgendwo in afrika aber das das hier in deutschland bzw europa ist hat sie verstummen lassen. danke das es dich gibt.

Alessandro Nasini schreibt:

Das Buch ist so bemerkenswert, wie unbequem. Ich hoffe, es lesen alle.
Nur Mut, denn weh tut es nur auf den ersten Seiten, danach kann es richtig heilen.

Indira schreibt:

(...) Ich bin über die Art deines Schreibens schlicht beeindruckt ;-) Die Lesung in Heidelberg hat mir super viel Spaß gebracht! Ich bin froh gewesen, endlich einmal über den Scheiss lachen zu können, der uns doch immer wieder begleitet!!! Noah, danke für dieses Buch!!!

Rahel schreibt:

(...) Hab Dein Buch an den verschiedenen Flughäfen und Bahnhöfen dieser Welt zum Zeitvertreib gelesen (...) Muss sagen, daß Du die Problematik des unbewußten, aber auch dem zum Manipulation gebrauchten täglich Rassismus sehr gut dargestellt hast. Es zeigt auf, wo tatsächlich der Rassismus anfängt!!

Ich hoffe sehr, daß diese Buch viele Menschen erreicht, denn es verleitet zum Nachdenken.

Dario schreibt:

Ich war eine "Zipfelmütze"! Danke für den Spiegel - dein großartiges Buch! Trifft voll ins Weisse!

Mariama schreibt:

(...) ich bin begeistert und zornig und alles zusammen, danke für so viele infos... ich muss mich über mich selber ärgern so vieles NICHT gewusst zu haben...habe die suchmaschine schon heißlaufen lassen. was fehlt: schwarze mütter mit weissen kindern... ja ich (...) werde bald ausrasten wenn mich noch irgend eine weisse frau fragt ob das denn auch wirklich, wirklich mein kind sei. wie es scheint können schwarze frauen in deutschland unmöglich blonde kinder zur welt bringen. mein lob und meinen respekt für dich und dein so tolles und sehr notwendiges buch.

(Anm. der Red.: Das von angesprochene Thema ist in Kapitel Sechs, in der Liste dummer Sprüche "versteckt" (Vollversion im Buch, online leider noch nicht verfügbar).

Theo K. schreibt:

Guten Tag, ich habe den Banner auf meiner Website eingefügt und freue mich, dass Ihr Verlag eine Plattform bietet für sozialkritische Themen, über die sich jeder "Nichtbildzeitungsleser" einmal informiert haben sollte.

Tibor schreibt:

ein fabelhaftes buch ! danke, danke, danke

Ameyo schreibt:

ich habe mich entschlossen dir zu schreiben da der Titel deines Buches natürlich sofort mein Interesse geweckt hat da auch ich eine schwarze Deutsche bin.
Genau wie du bin ich in Bayern aufgewachsen (auch geboren), dort bin ich auf eine französische Schule gegangen, hatte also nicht wirklich viel mit Deutschen zu tun. Da ich mich in Deutschland nie sonderlich wohl gefühlt habe bin ich schon mit 16 Jahren nach Frankreich gezogen. Dort habe ich insgesamt 9 Jahre gelebt bis es mich dann nach Kanada und auch in die USA verschlagen hat. als ich vor ca. 4 Jahren aus familiären Gründen wieder nach Deutschland zog habe ich mir einen Job in München gesucht, und da fing es an : ich musste mich mit den weissen Deutschen und deren Ignoranz auseinandersetzen.
All die Dinge die du auf deiner "liste der dümmsten Sprüche" aufgeführt hast musste ich mir natürlich auch anhören. Nach ca. einem Jahr in München war ich das Ganze Leid, ich dachte dass die Ignoranz der weissen Deutschen darauf zurückzuführen sei dass München keine richtige Metropole ist und dass es in einer urbaneren Stadt wie Berlin sicherlich anders sei. Also entschloss ich mich zu meinem Freund nach Berlin zu ziehen.
Dort merkte ich sehr schnell dass die Ignoranz und der Rassismus genauso schlimm wie in München ist, wenn nicht noch schlimmer. (...) So bin ich mittlerweile ziemlich ernüchtert und auch traurig.
Ich bin kürzlich Mutter geworden,meine kleine Tochter Sadé ist jetzt 10 Wochen alt und ich hoffe wirklich dass sich die Ignoranz und der Rassismus in diesem Land legen bzw. mindern wird damit sie später nicht so dumme Sprüche anhören muss.
Leider muss ich auch sagen dass ich den Glauben an Deutschland verloren habe, ich möchte nicht das meine Tochter hier aufwächst, kennen lernen soll sie Deutschland schon da es trotz alledem meine Heimat ist ... Es ist schon traurig wenn mann sich im eigenen Land unwohl und unverstanden fühlt.
Ich habe mich sehr gefreut und es hat mich auch stolz gemacht das du dieses Buch geschrieben hast. Ich hoffe wirklich dass es so vielen Leuten wie nur möglich die Augen öffnet.
VIELEN DANK (dafür dass du die Wahrheit schreibst)

Claire schreibt:

Ich heisse Claire (...) bin halb Franzoesin halb aus Benin. Ich sage immer ich bin nicht deutsch weil ich einen franzoesischen Pass hab. Die Wahrheit ist: mein Vater heisst Schmitt und seine Familie kommt aus Deutschland. Er ist aber in Frankreich geboren.
Ich bin gluecklich, das endlich Licht aus dieser Dunkelheit kommt, dieses Deutschland mit seinen vielen Auslaendern die nie den Mund aufmachen und wenn sie das tun dann sagt man denen das sie zu empfindlich sind.
Ich sag es ganz offen ich bin aus Deutschland geflohen ich konnte es nicht mehr ertragen, all das was du in deinem Buch schreibst (...) das ist traurig aber es ist das, was Auslaender in Deutschland jeden Tag durchleben. Ich habe ueber 14 Jahre in Deutschland gelebt, in Esslingen am Neckar in der Naehe von Stuttgart. Meine Mutter hat nach meinem Vater einen Deutschen geheiratet (...) Ich habe eine Schwester, halb deutsch, ihr Vater hat ihr immer gesagt "du bist nicht wie deine Mutter und deine Schwester, du bist deutsch" und sie hat es auch geglaubt bis heute. Jetzt ist sie 22 und den Rassismus bekommt sie jetzt voll ins Gesicht wenn sie nach einer Ausbildung sucht, eine Wohnung, im Zug wird sie nach Drogen durchsucht, usw ...
Ich lebe jetzt in Paris seit 2003, hab endlich meine Ruhe. In Paris gibt es so viele Schwarze, dass ich gar nicht auffalle. Die Menschen hier sie viel relaxter als in Deutschland und man fraegt mich immer wieder wie deutschland sein muss fur eine schwarze frau. Ich sage es laut und ohne scham: es ist schrecklich (...)
Meine Schwester lebt jetzt mit mir in Paris, sie kann Deutschland nicht mehr ertragen, es tut mir weh fur sie weil ich habe wenigsten einen franzoesichen Pass. Ich kann sagen "ich bin nicht deutsch", sie kann das nicht. Vor kurzem sagte sie zu mir "ich will diesen deutschen Pass nicht mehr, ich werde so wieso niemals so wie eine weisse Deutsche behandelt, nicht von den Leuten und auch nicht vom Staat", das hat mir das Herz zerbrochen!
"Auch du bist Deutschland"!! wer glaubt wird seelig; lol
Ich wünsche dir alles gute für dich und dein Buch und nochmal danke dass du es geschrieben hast

Prof. Dr. Norbert Finzsch schreibt:

Das vorliegende Buch ist der gelungene Versuch, antirassistische Praxis mit anspruchsvoller Theorie zusammenzubringen, ohne daß der Text blutleer, akademisch oder abstrakt wird. Es ist einerseits ein -- jenseits aller Political-Correctness-Diskurse geschriebenes -- Handbuch für die politische Praxis in Schule, Hochschule, Nachbarschaft und Jugendzentren, andererseits ein aus Sicht der Aktivistinnen geschriebenes theoretisches Werk, das wichtige Einsichten der Forschung in verständlicher Form darbietet, in das die Lebenserfahrung deutscher Menschen afrikanischer Herkunft eingegangen ist. Ein lesenswertes Buch, das zudem gut geschrieben ist.

Marc, Sozialpädagoge, schreibt:

ich habe das buch tatsächlich in einer nacht durchgelesen und bin tief beeindruckt. ich habe es als erstes meinem ehemaligen politik professor der an der fh düsseldorf, die stelle für ausländerfeindlichkeit, rassismus und fremdenfeindlichkeit leitet, als zwingend notwendige literatur empfohlen.
für mich ist das buch eine offenbarung.

Lisa schreibt:

Was Noah Sow über die Wirkung von Büchern à la "Weiße Massai“ schreibt, trifft m.E. voll zu. Man sollte sich allerdings auch mal anschauen, welche verheerenden Auswirkungen Lebensberichte zum Thema "Frauenbeschneidung“ auf das Afrikabild des "Normaldeutschen“ haben, das dann auch voll auf Schwarze Deutsche projiziert wird. Dabei stelle ich keineswegs in Abrede, dass es in ein paar Regionen Afrikas immer noch Frauenbeschneidung gibt und das eine üble Sache ist. Nur: Die Art und Weise, wie seitens Presse und Verlage damit umgegangen wird, schafft diese menschenverachtende Praktik nicht aus der Welt. Kein Schwein interessiert sich wirklich für die Lebensbedingungen afrikanischer Menschen, aber mit diesem Thema, das alle paar Jahre in Mode kommt, lässt sich prima Kohle machen. Meiner Meinung nach, werden die Frauen, die in diesen Büchern von ihrem Schicksal berichten, ein zweites Mal zu Opfern!

Katrin schreibt:

Deutschland schwarz weiß hab ich mir jetzt am Wochenende angeschaut und finde, es ist ein super Buch! Vor allem dieses grundsätzliche Verfahren, den (weißen) Leser ständig anzusprechen und aktiv einzubeziehen ist sehr geschickt, genau darum geht es ja schließlich bei dem ganzen: um die eigene Rolle, über die man sich bewusst werden muss. Der Anfang (Ich stamme aus einem Land...) hat bei mir übrigens (leider) auch sehr gut funktioniert(...). Also: großes Kompliment an die Dramaturgie des ganzen. Ich denke, dass jeder der's liest aufgerüttelt wird und stärker anfängt, sich und die gesellschaftlich & kulturell um ihn herum existiernden Bilder stärker zu hinterfragen - man kommt halt nicht drum rum (es sei denn man entscheidet sich ganz schnell, das Buch einfach wegzulegen).

Patricia schreibt:

Liebe Noah..., also,... Dein Buch ist'n Hammer! Wir konnten nicht aufhören zu lesen und zu diskutieren. Es ist alles drin, was wichtig ist und/ aber in einer Sprache, die trifft; das wesentliche und auch viele Menschen außerhalb der Unis, da es leicht verständlich geschrieben ist! Ich bin wirklich sehr beeindruckt und v.a. begeistert, denn endlich kann ich den Weißen Kritikern, zu dem auch meine Eltern zählen, ein Buch geben, von dem ich weiß dass sie es verstehen können, und das mit klaren Worten spricht.
Zudem ist es bei Amazon preislich erschwinglich. Vielen Dank, vom ganzen Herzen!!

Andreas schreibt:

Noah, vielen dank fuer dein Buch, im uebrigen neige ich ja auch zu diesen 'wo kommst du denn her'-Fragen, ich fragte vor kurzem jemanden, deren Wohnung ich besichtigte, ob sie nicht aus PORTUGAL kaeme, weil sie mich an eine portugiesische Freundin erinnerte, ihre Art zu sprechen, sie fand das wenig witzig (sie hatte tuerkischen 'Hintergrund'), sonst frage ich jeden, der auch nur den geringsten Akzent hat, sofort nach seinem 'Herkunftsland', weil ich im allgemeinen froh bin, ein Gespraechsthema mit Menschen die man fuer nur fuenf Minuten kennt zu haben, aber ich sehe, das artet in Apologie aus, dein buch wird uebrigens frueher oder spaeter meine Mutter erreichen, die nach wie vor vehement abstreitet, dass es Rassismus in ihrem schoenen Deutschland abseits der NPD geben koennte, deshalb haelt sie ja auch nach wie vor nichts von meiner portugiesischen Freundin... und fragt immer wieder nach meiner einzigen deutschen Bekanntschaft, obwohl die gar nicht auf Maenner steht, sondern auf Frauen, sie moechte unbedingt, dass ich jemanden heirate, der Manuela, Daniela, Kerstin oder Tanja heisst ...

Melanie Rademacher schreibt:

Tolles Teil!!!
Echt. Man fühlt sich da schon rausgefodert und angegriffen und provoziert und was weiß ich alles, aber ich find's super. Aber ganz recht, auch ich bin nicht frei von so rassistischem Zeug.
Also man hält sich immer für ganz tolerant und alles, aber man ist es nicht so unbedingt. Da tut so ein Buch mal ganz gut.

Helmut Graf (Name geändert) schreibt:

Leider gibt es in Deutschland große Ängste vor allem, was fremd wirkt. Besonders ausgeprägt sind diese Ängste bei älteren Leuten, bei Ostdeutschen und bei einfacher Gebildeten (damit meine ich Hauptschüler, Realschüler und auch Leute, die sich mit Mühe und Not durchs Gymnasium und durchs Abitur gequält haben). Auch in Teilen der SPD und, mehr noch, in der CDU/CSU existieren solche Ängste, aber leider, leider gibt es so etwas überall, sogar bei Professoren und Managern.
Das Internet bietet uns allen eine wunderbare Plattform, Ängste und Vorbehalte durch Information und Aufklärung abzubauen.

Jo Henriks schreibt:

Liebe Noah Sow,
was sie in ihrem Buch schreiben ist ja wirklich knallhart! Aber saugut! Es entspricht auch meinen Erfahrungen. Weiter so!

Irene Müller (Name geändert) schreibt:

Sehr geehrte Frau Sow,
bisher habe ich mich immer für jemanden gehalten, der frei von rassistischen Vorurteilen ist. Nach der Lektüre Ihres Buches habe ich nun das Gefühl, dass ich im persönlichen Umgang mit schwarzen Mitbürgern eigentlich nur alles falsch machen kann. Werde ich denn nun als Weiße schon von vorneherein unter dem Generalverdacht gestellt, eine Rassistin zu sein? Und wenn ja, ist das denn nicht auch eine Form von Rassismus?